Das Team des Gießener Kultursommers ist zutiefst betroffen. Heute Vormittag wurde bekannt, dass Roger Cicero im Alter von 45 Jahren an einem Hirninfarkt gestorben ist. Am Mittwoch, 24. August, hätte Cicero beim Gießener Kultursommer auf dem Schiffenberg mit seiner Band “The Jazz Experience” auftreten sollen. Gekaufte Karten können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Einen Ersatz für die entstandene Lücke im Kultursommer-Programm am 24. August soll es nicht geben. Aus Gründen der Pietät verzichtet der Veranstalter auf eine Neubelegung des Termins mit einem anderen Act. “Egal, was wir jetzt auf diesen Termin buchen würden – es hätte einen bitteren Beigeschmack”, erklärt Kultursommer-Geschäftsführer Dennis Bahl. Das Konzert mit Roger Cicero wäre der Auftakt des diesjährigen Kultursommers gewesen. Der Kultursommer startet dann am Donnerstag, 25. August, mit dem Gastspiel der beiden deutschen Newcomer Joris und Namika

Der Jazz-Sänger hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Promotion- und TV Auftritte für sein Album “Cicero sings Sinatra” absolviert. Einen Tag nach seinem letzten Live-Auftritt im Bayerischen Fernsehen traten plötzlich akute neurologische Symptome infolge eines Hirninfarktes auf. Im Krankenhaus verschlechterte sich sein Zustand rapide. Roger Cicero verstarb am Abend des 24. März im Kreise seiner Lieben, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben „Wir sind fassungslos und unendlich traurig. Unser Mitgefühl gilt in erster Linie seiner Familie“ teilt das langjährige Management, die Semmel Concerts Entertainment GmbH mit.

Roger Cicero wurde erst kürzlich mit seinen aktuellen Projekten “Cicero sings Sinatra” und “The Roger Jazz Experience” jeweils für einen Echo 2016 nominiert. Er hatte sich unglaublich auf seine ausverkaufte Tournee im April gefreut, heißt es in einer Pressemitteilung, die seitens des Managements herausgegeben wurde.

Auf Wunsch der Familie wird darin außerdem gebeten, von Kondolenzbriefen Abstand zu nehmen. Roger Cicero würde sich sicher über eine Spende für die Organisation “Save the children” freuen, die er jahrelang unterstützt hat und die ihm sehr am Herzen lag, heißt es dort stattdessen.